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Der Name macht's

Ganz leicht: Gesunde Kinderernährung!

Beim Thema gesunde Kinderernährung und Gemüse winken viele Eltern nur noch müde ab: Stress pur! Dabei ist die Lösung kinderleicht, so haben jedenfalls US-Forscher in einer Studie festgestellt. Man muss Karotten und Co. nur anders nennen, dann klappt´s! Wir haben uns die Studie genauer angesehen und eine Blitzumfrage bei Eltern gestartet, um zu hören, ob da was dran ist.

Gesunde Kinderernährung – Gemüse schmackhaft verkaufen! Gesunde Kinderernährung – Gemüse schmackhaft verkaufen!

Was haben wir nicht alles schon versucht, um unserem Nachwuchs die gesunde Kinderernährung schmackhaft zu machen: Verstecken, Schummeln, Tricksen, Schimpfen – aber geholfen hat es meistens nicht. Und Eltern, die versuchen, ihre Kindern mit Vernunft zum Gemüse essen zu bringen, hatten erst recht keinen Erfolg. „Du musst Bohnen essen, die sind super gesund und helfen dir beim fit bleiben“, klingt nur für Erwachsene überzeugend. Bei Kindern wächst mit solchen Argumenten die Abneigung in aller Regel erst recht. Dabei stimmt es ja: Gemüse ist für gesunde Kinderernährung unverzichtbar. Also was tun? Ganz einfach, sagen Wissenschaftler von der New Yorker Cornell University in New York: Geben Sie dem Gemüse einen neuen Namen. Je phantasievoller, desto besser und umso verlockender für die Kids.

Gesunde Kinderernährung: So wird Gemüse beliebter

Um herauszufinden, wie man Kindern gesunde Kinderernährung schmackhafter machen kann, führten die Forscher mehrere Studien durch. Ort des Geschehens waren jeweils Schulen, an denen Mittagessen serviert wurde. Die erste Probe aufs Exempel machten die Wissenschaftler mit Möhren, die es an drei Wochentagen gab. An zwei Tagen kamen sie namenlos auf den Tisch, an einem Tag waren sie wahlweise als „Essen des Tages“ und als "Röntgenblick-Karotten" im Angebot. Die eigentliche Überraschung dabei war nicht so sehr, dass 66 Prozent der Schüler beim peppigen Phantasienamen zugriffen und nicht mal die Hälfte (32 Prozent) bei genau der gleichen Mahlzeit mit der korrekten, aber langweiligen Bezeichnung. Sogar die namenlose Mahlzeit war für die 147 Testteilnehmer im Alter zwischen acht und elf Jahren mit rund 35 Prozent Bestellungen noch attraktiver als das „Essen des Tages“.

Gesunde Kinderernährung: Der richtige Name erhöht die Attraktivität

Der zweite Teil der Studie machte noch deutlicher, wie gesunde Kinderernährung durch Phantasie richtig punkten kann. Denn nun konzentrierten sich die Wissenschaftler auf zwei Schulen mit insgesamt rund 1.550 Schülern. Zwei Monate lang testeten sie den Effekt einer Neutaufe, indem sie den Kinder in den ersten vier Wochen Gemüse ohne besondere Bezeichnung auftischen ließen. Im zweiten Gesunde Kinderernährung-Studienmonat gab es exakt das gleiche Grünzeug unter erfundenen Namen wie „Power-Schlag-Brokkoli" oder „Röntgenblick-Karotten“. Diesmal war das Ergebnis geradezu sensationell: Das Gemüse mit witzigem neuem Namen fand nämlich reißenden Absatz – der Verkauf stieg um sagenhafte 99 Prozent. Das Fazit der Forscher ist klar: Es kostet gar nicht so viel Mühe, Kinder zum Gemüseessen zu verlocken und damit für eine gesunde Kinderernährung zu sorgen, wie die meisten Eltern meinen.Wir wollten natürlich wissen: Klappt das auch im ganz normalen Alltag? Eine Blitzumfrage dazu lässt tatsächlich hoffen.

Gesunde Kinderernährung: Phantasie macht tatsächlich Appetit

Dass ihr Sohn plötzlich Appetit auf Porree bekommt, hätte Sophie M. (36) nie für möglich gehalten: „Lukas hat bisher alles Grünzeug gehasst“, erzählt sie. „Aber am meisten hat er Porree abgelehnt. Dabei ist der sooo gesund...“ Nachdem die Münchnerin von der US-Studie gehört hatte, machte sie sich ans Dichten: „Ich habe genau das gleiche Gemüse wie sonst gekocht, aber als Lukas fragte, was es zu essen gibt, habe ich gesagt: 'Heute gibt es grüne Piratenpfanne'. Ganz ehrlich – an den Erfolg glaubte ich nicht wirklich. Aber ich dachte mir, was soll´s – einen Versuch ist es wert. Und war echt baff, denn so schnell wie an dem Mittag hatte Lukas seinen Teller noch nie leer gegessen!“ Von einer ähnlichen Erfahrung erzählt auch Christin B. (31) aus Berlin: „Meine beiden Kids sind echte Gemüsemuffel, seit ich denken kann“, seufzt die Angestellte. „Da haben nicht mal meine Schnitzereien viel gebracht, mit denen ich versucht hatte, Radieschen und Möhren kindgerecht aufzumotzen.“ Dass ein anderer Name für das gleiche Lebensmittel beim Thema gesunde Kinderernährung viel bringen soll, konnte sich auch Christin kaum vorstellen. Aber da sie extrem viel Wert auf gesunde Kinderernährung legt, wollte sie nichts unversucht lassen. „Stundenlang machte ich mit meinem Mann Max lange Listen, für die wir uns möglichst verrückte Gemüsenamen einfallen ließen“, lacht sie. „Schon das machte richtig Spaß. Aber vor allem hat es unsere gemeinsamen Mittagessen total umgekrempelt. Denn seit es bei uns 'Hexenhüte' statt Pilze, 'Dschungelsticks' statt Bohnen und 'magische Power-Pillen' anstelle von Erbsen gibt, hat der ewige Stress ums Gemüse endlich ein Ende.“ (koe)

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