Wasser sparen schon beim Einkaufen

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Bild: WWF
Bild: WWF

Wussten Sie, dass für die Produktion eines Kilos Tomaten knapp zwei Badewannen voller Wasser benötigt werden? Lesen Sie, was die Spitzenreiter beim Wasserverbrauch sind und wie Sie als Verbraucher beim Wassersparen helfen können.

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Fragen Sie sich im Supermarkt oder Restaurant, wie viel Wasser verbraucht wurde, um das Lebensmittel in Ihrem Einkaufskorb oder auf Ihrem Teller herzustellen?

Die wenigsten von uns verschwenden an den "Wasserfußabdruck" ihres Konsums einen Gedanken – fatal, sagen Naturschutzorganisationen wie das WWF, die am Dienstag, den 22. März, den Weltwassertag ausriefen. Denn laut WWF geht unser täglicher Wasserverbrauch zwar zurück (aktuell sind es durchschnittlich 120 Liter), doch der Wasserfußabdruck eines Durchschnittsbürgers beträgt nach Berechnungen des WWF 5.288 Liter am Tag. Zum Vergleich: Eine Badewanne fasst circa 140 Liter. 

Die Grafik der ZEIT verdeutlicht, was bei einem gedankenlos bestellten Produkt für eine Bilanz zusammenkommen kann: Fast 2.500 Liter Wasser werden demnach benötigt, um einen einzigen Cheeseburger herzustellen, den wir meist mit wenigen Hapsen verschlingen. Eine Aufstellung, die nachdenklich macht. 

So durstig sind unsere Lebensmittel 

Wussten Sie, dass für ein Kilo Rindfleisch unfassbare 15.400 Liter Wasser benötigt werden? Und für ein Kilo Äpfel mehr als 800 Liter? Diese kleine Zusammenstellung lässt uns den täglichen Konsum mit ganz anderen Augen sehen. Hier einige beliebte Produkte und ihre Bilanz: 

  • Rindfleisch: 15.400 Liter/kg
  • Schweinefleisch: 5.988 Liter/kg
  • Reis: 2.497 Liter/kg
  • Pizza Margherita: 1.259 Liter/kg
  • Apfel: 822 Liter/kg
  • Banane: 790 Liter/kg
  • Milch: 255 Liter/Glas
  • Salat: 237 Liter/kg
  • Kaffee: 132 Liter/Tasse

Mehr Beispiele finden Sie auf der Homepage "Waterfootprint".

Wasserverbrauch: Diese Tipps gibt der WWF

Wer seinen Wasserfußabdruck verbessern möchte, kann folgendes tun: 

  • regionale und saisonale Produkte bevorzugen. 
  • weniger Fleisch essen. Rind- und Schweinefleisch gelten als besonders „durstige“ Güter. 
  • während des Urlaubs in „Wasserrisiko-Regionen“ auf den eigenen Verbrauch achten. 
  • zum Golf-Urlaub lieber in heimische Gefilde reisen. Für die Bewässerung eines 18-Loch-Golfplatzes werden etwa in Spanien jedes Jahr 700 000 Kubikmeter Wasser verbraucht. 
  • Trinkwasser aus der Leitung gegenüber Wasserflaschen bevorzugen. Die Leitungswasserqualität ist in Deutschland flächendeckend sehr gut. Trinkwasser verbraucht in der Herstellung pro Liter 1000mal weniger Energie und Rohstoffe als in Flaschen abgefülltes Wasser. Wer das nicht möchte, sollte Wasser aus regionaler Produktion und in Mehrwegflaschen wählen.

(Quelle: WWF

(lin) 

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